(deutsch-griechisch)

 

Wie die schönen Toten, die nicht alt geworden
Und die unter Tränen in ein hehres Grabhaus eingeschlossen,
Rosen auf dem Haupte und Jasmin zu Füßen - 
So erscheinen die Begierden, die vorübergingen,
ohne je erfüllt zu sein; ohne das sie je gewürdigt
einer Nacht der Wollust oder einem ihrer lichten Morgen.
(Begierden, Konstantinos Kavafis)


Konstantinos Kavafis (1863 - 1933)
hat der griechischen Dichtung den Weg in die Moderne eröffnet. Er steht am Anfang einer Reihe großer Namen, die den Weltrang der Lyrik Griechenlands in Vorigem Jahrhundert bestimmen - Giorgos Seferis, Odysseas Elytis, Jiannis Ritsos und Manolis Anagnostakis. Auf dem Hintergrund eines über Jahrtausende griechischer Mythologie und Geschichte gespannten Panoramas von fremdartiger Faszination zeichnet Kavafis ein zeitloses Menschenbild. Um die widerstreitenden Prinzipien Hoffnung und Vergeblichkeit kreisen in vielfältigen Variationen die 154 Gedichte seines autorisierten Gesamtwerks.  

Lesung: Maria Karavia / Reinhard Schiele
Gesang: Kostas Contochristos / Katerina Doxastaki
Gitarre: Asterios Georgiou
Musik: (CD) Antiochos Evangelatos
Gesang:(CD) Danai Evangelatos / Alexandra Gravas
Regie: Maria Karavia


Pressestimmen



 


"Dieser Kosmos, der kleine, der große!"

Szenischer Lyrikabend  gewidmet  ODYSSEAS ELYTIS, 
Nobelpreisträger für Literatur 1979 (deutsch-griechisch)

Der Nobelpreisträger Odysseas Elytis wurde 1911 in Heraklion / Kreta geboren und starb am 18. März 1996 in Athen. Er knüpfte enge Beziehungen zu Schriftstellern wie Breton, Eluard, Char, Jouve und Michaux, sowie zu Künstlern wie Matisse, Picasso und Giacometti. Der Gedichtzyklus „AXION ESTI“, dessen einleitende Worte aus der griechisch - orthodoxen Liturgie stammen, wird allgemein als Elytis` größtes Werk betrachtet. Das in mehreren Sprachen übersetzte Werk wurde, nachdem es 1960 mit dem griechischen Lyrikpreis ausgezeichnet worden war, 1964 von Mikis Theodorakis vertont. 
1979 erhielt Elytis für dieses Werk den Nobelpreis.

Der Lyrikabend umfasst Auszüge aus folgenden Werken des Dichters
Helden- und Klagegesang für den in Albanien gefallenen Leutnant, 
AXION ESTI




Texte: Odysseas Elytis
Lesung: Maria Karavia / Reinhard Schiele
Regie: Maria Karavia
Musik: Notis Mavroudis / Mikis Theodorakis
Gesang: Kostas Contochristos / Katerina Doxastaki
Gitarre: Fani Papadopoulou
Querflöte: Anette Gadatsch

 


„Zwiesprache mit einer Blume"

Lyrisches Programm in deutscher und griechischer Sprache
gewidmet dem griechischen Dichter
Jannis Ritsos

Musik: Mikis Theodorakis

EPITAFIOS
Mein Sohn, mein Allerinnigstes, Herz meines eigenen Herzens,
des armen Hofes Vögelein, Blume der Einsamkeit.
Wo ist mein Junge hingeflogen? Wo lässt er mich allein?
Nun bleibt der Vogelbauer leer, die Quelle ohne Wasser.
Warum sind deine Augen zu, und du siehst nicht mein Weinen,
du rührst dich nicht, und hörst du nicht, was ich dir Bitteres sage?

Jannis Ritsos, geboren in Monemwasia an der Südostküste der Peloponnes am 1. Mai 1909, gestorben 1990 in Athen, galt als der größte lebende griechische Lyriker unserer Zeit;  Seine Werke haben in Griechenland einen Bekanntheitsgrad erreicht, der nur wenigen Lyriken beschieben sein durfte. Ritsos hat es geschafft, volkstümlich zu werden. Und dies, obwohl seine Dichtung immer wieder verboten wurde und obwohl diese Lyrik nicht leicht zugänglich ist, sondern oft hohe Anforderungen an den Leser stellt.
Jannis Ritsos lernte die Übel dieser Welt am eigenen Leib kennen. Verbannung, Verfolgung, Deportation, Konzetrationslager, schwere Krankheit und Demütigungen aller Art, zuletzt noch in den Jahren der Militärdiktatur in Griechenland. All dem setzte er die Liebe zum Menschen, zur Freiheit und zur Gerechtigkeit, Mut und Entschlossenheit zum Kampf für die Verbesserung dieser Welt entgegen.
1957 erhielt er für sein Gedicht „Die Mondscheinsonate" den großen griechischen Staatspreis für Lyrik. Es folgten zahlreiche internationale Auszeichnungen, zuletzt auch der Leninpreis. Die deutsche Akademie für Wissenschaft und Literatur in Mainz machte ihn 1970 zu ihrem Mitglied.
1975 wurde er Ehrendoktor der Universität Thessaloniki. Sein Werk umfasst 266 Bände-Gedichtszyklen, Erzählungen, Theaterstücke, darunter 12 Bände Übersetzungen von Lyrik – die auf der ganzen Welt in 32 Sprachen übersetzt erschienen sind.

A΄Teil:
Text: Kapnismeno Τsoukali
(Übertragen von Georg Westerholz)
Liebesgedichte
(Übertragen von )
Lieder: Lianotragouda
B΄Teil:
Text: Epitafios
Übertragen von Isidora Rosenthal-Kamarinea)
Lieder: Epitafios
Lesung: Maria Karavia
Reinhard Schiele
Gesang: Katerina Doxastaki
Gitarre: Asterios Georgiou

 


Lyrisches Programm

gewidmet dem griechischen Dichter Giorgos Seferis
(Nobelpreisträger für Literatur 1963 )

Im sanften Tagesanbruch, zur Stuinde
In der die Träume Wahrheit werde
Sah ich die Lippen, die sich öffneten
Blatt für Blatt.
Eine Schmale Sichel schien am Himmel.
Ich hatte Angst, sie schnitte sie ab
.

Biographie

Gorgos Seferis (literarisches Pseudonym für Gorgos Seferiadis), geboren am 19 Februar 1900 in Smyrna (Izmir) in Kleinasien als Sohn eines Universitätsprofessors. 1914 Übersiedlung nach Athen, 1917 Beendigung des Gymnasiums dort. Jura-Studium und Aufenthalt in Paris bis 1924. Nach einem Zwischen-Aufenthalt in London, Rückkehr 1925 nach Athen. Beginn der diplomatischen Karriere 1926, die er nach mehreren Auslandposten 1962 als Botschafter in London beendete. Während der deutschen Besetzung Griechenlands 1941-1944 Flucht mit der Griechischen Exilregierung nach Kairo als Leiter der Direktion für Presse und Information. Während der Militärdiktatur (1967-1974) an der Spitze oppositioneller Intellektueller. Gestorben 1971 in Athen.
Seferis war Ehrendoktor der Universitäten von Cambridge (1960), von Thessaloniki (1964), von Oxford (1964), von Princeton (1965), Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences (1966), Mitglied des Institute for Advance Studies der Universität Princeton (1968), Ehrenmitglied der American Academy Arts and Letters (1971). Preise: Palamas-Preis für Lyrik (1947); Foyle Poetry Prize (1960); Guinnes Prize (1961); Nobelpreis für Literatur (1963).

Text:   

 "Poesie"
 (Übertragung von Christian Enzensberger)

Lieder:  

 Epifania

Musik:  

 Mikis Theodorakis

Lesen:  

 Maria Karavia
 Rheinhard Schiele

Gesang:  

 Katerina Doxastaki

Gitarre:  

 Asterios Georgiou

 

 


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