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„Zwiesprache
mit einer Blume"
Lyrisches Programm in
deutscher und griechischer Sprache
gewidmet dem griechischen Dichter Jannis
Ritsos
Musik: Mikis Theodorakis
EPITAFIOS
Mein Sohn, mein Allerinnigstes,
Herz meines eigenen Herzens,
des armen Hofes Vögelein, Blume der Einsamkeit.
Wo ist mein Junge hingeflogen? Wo lässt er mich allein?
Nun bleibt der Vogelbauer leer, die Quelle ohne Wasser.
Warum sind deine Augen zu, und du siehst nicht mein Weinen,
du rührst dich nicht, und hörst du nicht, was ich dir
Bitteres sage?
Jannis Ritsos,
geboren in Monemwasia an der Südostküste
der Peloponnes am 1. Mai 1909, gestorben 1990 in Athen, galt
als der größte lebende griechische Lyriker unserer Zeit;
Seine Werke haben in Griechenland einen Bekanntheitsgrad
erreicht, der nur wenigen Lyriken beschieben sein durfte.
Ritsos hat es geschafft, volkstümlich zu werden. Und dies,
obwohl seine Dichtung immer wieder verboten wurde und obwohl
diese Lyrik nicht leicht zugänglich ist, sondern oft hohe
Anforderungen an den Leser stellt.
Jannis Ritsos lernte die Übel dieser Welt am eigenen Leib
kennen. Verbannung, Verfolgung, Deportation,
Konzetrationslager, schwere Krankheit und Demütigungen aller
Art, zuletzt noch in den Jahren der Militärdiktatur in
Griechenland. All dem setzte er die Liebe zum Menschen, zur
Freiheit und zur Gerechtigkeit, Mut und Entschlossenheit zum
Kampf für die Verbesserung dieser Welt entgegen.
1957 erhielt er für sein Gedicht „Die Mondscheinsonate"
den großen griechischen Staatspreis für Lyrik. Es folgten
zahlreiche internationale Auszeichnungen, zuletzt auch der
Leninpreis. Die deutsche Akademie für Wissenschaft und
Literatur in Mainz machte ihn 1970 zu ihrem Mitglied.
1975 wurde er Ehrendoktor der Universität Thessaloniki. Sein
Werk umfasst 266 Bände-Gedichtszyklen, Erzählungen,
Theaterstücke, darunter 12 Bände Übersetzungen von Lyrik
– die auf der ganzen Welt in 32 Sprachen übersetzt
erschienen sind.
| A΄Teil: |
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Text: |
Kapnismeno
Τsoukali |
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(Übertragen
von Georg Westerholz) |
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Liebesgedichte |
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(Übertragen
von ) |
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Lieder: |
Lianotragouda |
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| B΄Teil: |
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Text: |
Epitafios |
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Übertragen
von Isidora Rosenthal-Kamarinea) |
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Lieder: |
Epitafios |
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Lesung: |
Maria
Karavia |
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Reinhard
Schiele |
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Gesang: |
Katerina
Doxastaki |
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Gitarre: |
Asterios
Georgiou |
Lyrisches
Programm
gewidmet dem
griechischen Dichter Giorgos
Seferis
(Nobelpreisträger für
Literatur 1963 )
Im sanften
Tagesanbruch, zur Stuinde
In der die Träume Wahrheit werde
Sah ich die Lippen, die sich öffneten
Blatt für Blatt.
Eine Schmale Sichel schien am Himmel.
Ich hatte Angst, sie schnitte sie ab.
Biographie
Gorgos
Seferis (literarisches Pseudonym für Gorgos Seferiadis),
geboren am 19 Februar 1900 in Smyrna (Izmir) in Kleinasien als
Sohn eines Universitätsprofessors. 1914 Übersiedlung nach
Athen, 1917 Beendigung des Gymnasiums dort. Jura-Studium und
Aufenthalt in Paris bis 1924. Nach einem Zwischen-Aufenthalt
in London, Rückkehr 1925 nach Athen. Beginn der
diplomatischen Karriere 1926, die er nach mehreren
Auslandposten 1962 als Botschafter in London beendete. Während
der deutschen Besetzung Griechenlands 1941-1944 Flucht mit der
Griechischen Exilregierung nach Kairo als Leiter der Direktion
für Presse und Information. Während der Militärdiktatur
(1967-1974) an der Spitze oppositioneller Intellektueller.
Gestorben 1971 in Athen.
Seferis war Ehrendoktor der Universitäten von Cambridge
(1960), von Thessaloniki (1964), von Oxford (1964), von
Princeton (1965), Ehrenmitglied der American Academy of Arts
and Sciences (1966), Mitglied des Institute for Advance
Studies der Universität Princeton (1968), Ehrenmitglied der
American Academy Arts and Letters (1971). Preise: Palamas-Preis
für Lyrik (1947); Foyle Poetry Prize (1960); Guinnes Prize
(1961); Nobelpreis für Literatur (1963).
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Text: |
"Poesie"
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(Übertragung
von Christian Enzensberger)
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Lieder:
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Epifania
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Musik: |
Mikis Theodorakis
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Lesen: |
Maria
Karavia |
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Rheinhard
Schiele |
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Gesang:
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Katerina Doxastaki
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Gitarre:
|
Asterios
Georgiou |
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