| LYSISTRATA von
Aristophanes
Spaß hatten sie alle. Karavias Truppe agierte mit sichtlicher
Freude, spielte das Karikierende, Ironische der Komödie aus, ohne zu
übertreiben.
Vor verfremdeten klassischen Säulen und Bögen wurde gesungen und
getanzt, wurde munter aufgespielt....
...Das Ensemble um Maria Karavia in der Hauptrolle brachte eine
geschlossene Leistung. Das Stück wurde liebevoll inszeniert, es blieb
auch Raum für die leiseren Töne. Dabei ist es gar nicht nötig, dem
Text Wort für Wort folgen zu können. Allein schon das Spiel sorgte für
einen vergnüglichen Theaterabend.
Westdeutsche Zeitung.
Wuppertal, 17.03.95
"Dieser Kosmos, der kleine, der grosse!". Odysseas Elytis
Die lyrische Dichtung gilt immer wieder als ein Bereich, zu dem
viele Menschen nur schwer Zugang finden. Umso höher ist die Leistung
des Griechischen Theaters unter der Regie der Gründerin Maria Karavia
zu bewerten, dem eine ausgesprochen stimmige szenische Umsetzung der
Lyrik Elytis gelang.
Griechische und deutsche Sprache, Dichtung und historisch - erklärender
Text, Musik (Theodorakis) und Bildprojektion ergänzen sich und werden
von einer durchgängigen Szenerie zusammengehalten. So gelingt es,
diese Dichtung dem Zuhörer in ihren Gehalten zu erschließen, ohne
belehrend zu wirken und zugleich unmittelbar zu berühren und zu
bewegen...
Westdeutsche Zeitung
Wuppertal, 08.10.96
MEDEIA, Euripides
In deutscher und griechischer Sprache gelang eine vollkommen neue
und außergewöhnliche Inszenierung der berühmten Tragödie unter der
Leitung von Maria Karavia und Reinhard Schiele...
...Die zeitlose Relevanz des 2500 Jahre alten Medeia - Motives und die
ungewöhnliche Art der Umsetzung boten einmal einen angenehmen
Kontrast zur gewöhnlichen Abendunterhaltung...
...Nur mit einem Blick über den Tellerrand kann man andere Kulturen
kennen und verstehen lernen, das hat das Griechische Theater Wuppertal
an diesem Abend vermittelt. Die Selbstverständlichkeit, mit der viele
von anderen erwarten, dass sie sich ihrer Sprache anpassen, fand im
Theater der Stadt am Sonntag keinen Platz. Stattdessen war es der
gelungene Versuch, zwei unterschiedliche Kulturen einen Schritt
aufeinander zugehen zu lassen.
Neue Westfälische,
Gütersloh, 19.01.1999
ANTIGONE, Sophokles
Die gute austarierte, übersichtliche Personenführung der Regie
bewirke ein insgesamt dichtes Spiel auf schlichter, zeitlos
gestalteter Bühne. Die ungebrochene Aktualität des griechischen
Mythos wurde damit anspruchsvoll vor Augen geführt.
WZ,
Wuppertal, 11.02.2002
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